Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

E-Autos: Verlängerung der Innovationsprämie ungewiss

E-Autos: Verlängerung der Innovationsprämie ungewiss

Käufer müssen sich beeilen – Prämie kann nur noch bis Ende 2021 beantragt werden.

E-Autos sparen Kohlendioxid und liegen im Trend. Wer ein neues Elektroauto kauft, wird bisher mit bis zu 6.000 Euro staatlicher Förderung und 3.000 Euro Herstellerprämie belohnt. Nun droht die Innovationsprämie, immerhin 50 Prozent der staatlichen Kaufförderung für Autos mit E-Antrieben, zum Jahresende auszulaufen. E-Autos könnten somit bald teurer werden. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die staatliche Innovationsprämie für neue Autos mit E-Antrieb ist bis Ende 2021 befristet und wurde – entgegen anderslautender Ankündigungen – bislang nicht verlängert.
  • Wer sein E-Auto erst 2022 zulässt, muss möglicherweise auf 3.000 Euro Fördergeld verzichten, bekommt aber weiterhin den Umweltbonus (ebenfalls bis zu 3.000 Euro staatliche Prämie plus 3.000 Euro Bonus vom jeweiligen Hersteller).
  • Käuferinnen und Käufer von ausschließlich elektrisch angetriebenen Autos fahren weiterhin bis zu zehn Jahren steuerfrei.

Elektromobilität sorgt dafür, dass sich Fahrzeuge leise, effizient und umweltschonend bewegen. Deswegen ist sie ein wichtiger Bestandteil der „Klimaziele 2030“ der Bundesregierung. Geplant ist unter anderem, dass in zehn Jahren sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen sind. Um ihre Ziele zu erreichen hat die Regierung ein umfangreiches Förderprogramm entwickelt, an dem sich auch die Autoindustrie beteiligt.

Zukunft der Innovationsprämie fraglich

Die Regierung hat den Umweltbonus für Elektrofahrzeuge mit der „Innovationsprämie“ für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31.12.2021 verdoppelt. Eine Verlängerung über den 31.12.2021 hinaus, wurde – obwohl noch im Sommer dieses Jahres in Aussicht gestellt – bisher nicht festgelegt. Ob, in welcher Höhe und für welche Motorvarianten die Käufer von E-Autos auch im nächsten Jahr noch Anspruch auf die Innovationsprämie haben, ist daher ungewiss. Das bedeutet, dass – falls die Regelungen zur „Innovationsprämie“ nicht in letzter Minute verlängert werden – die staatliche Kaufprämie von derzeit bis zu 6.000 Euro wieder um die Hälfte, auf nur noch 3.000 abgesenkt wird.

Für Unsicherheit, wie es mit der Förderung von E-Autos weitergeht, sorgt zudem der bevorstehende Wechsel in der Bundesregierung. Die Ampel-Parteien haben bereits erkennen lassen, dass sie die Innovationsprämie in der bisherigen Form nicht verlängern oder neuauflegen wollen. Angestrebt werden Änderungen hinsichtlich der förderfähigen Fahrzeugvarianten. So sollen etwa Hybride nur noch bei höherer elektrischer Reichweite am Umweltbonus teilhaben. Bisher reichen dafür 40 Kilometer.

Lieferkettenprobleme verstärken Zeitdruck

Wer die erhöhte Prämie in jedem Fall noch einstreichen möchte, muss sich beeilen. Berechtig sind alle, die einen entsprechenden Antrag bis zum 31. Dezember beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Das kann jedoch nur, wer über ein bereits zugelassenes neues E-Automobil verfügt. Eng wird es daher für alle, die ein neue E-Auto bereits bestellt haben, aber zum Beispiel aufgrund der derzeit weitverbreiteten Lieferprobleme auf ihr neues Gefährt warten müssen.

Der Umweltbonus bleibt

Mit dem Umweltbonus wird die Neuanschaffung eines E-Autos allerdings weiterhin kräftig subventioniert. Der von der Regierung im November 2019 angehobene Umweltbonus wird bis zum 31.12.2025 gewährt. Er kann für alle E-Fahrzeuge beantragt werden, die nach dem 4.11.2019 zugelassen wurden.

Rechnet man die der Förderung der Hersteller von 3.000 Euro mit ein, beträgt die Prämie derzeit netto 6.000 Euro. Dabei kann es aber in einzelnen Bundesländern Abweichungen geben.

Wie beantrage ich die Elektroauto-Prämie?

Die Hälfte der Prämie wird beim Händler vom Listenpreis abgezogen und explizit im Kaufvertrag vermerkt. Nur unter dieser Voraussetzung können die Käufer anschließend die zweite Hälfte beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Hier geht es zum Online-Formular. Welche Wagen von der staatlichen Förderung profitieren, steht auf der Liste der förderungsfähigen Elektrofahrzeuge.

Ein weiterer geldwerter Vorteil für E-Autokäufer: Zusätzlich zu den direkten Prämien und Boni fahren sie zehn Jahre steuerfrei. Käufer von gebrauchten E-Autos profitieren zeitanteilig. Die Befreiung von der Kfz-Steuer gilt jedoch nicht für Hybride.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

Wer viele kurze Strecken zurücklegt, ist mit einem E-Auto bequem unterwegs. Auch die Situation für Langstreckenfahrten hat sich sehr verbessert, bleibt aber ein neuralgischer Punkt. Umso wichtiger wird eine flächendeckende Verfügbarkeit von Ladesäulen. Ende 2019 gab es knapp 24.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Im Vergleich zum Dezember 2018 war das eine Steigerung um nahezu 50 Prozent.

Um hier schnell weiter zuzulegen, wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur ebenfalls staatlich gefördert. Im Rahmen des Förderprogramms sollen bis Ende 2025 mindestens 50.000 weitere Ladepunkte (davon mindestens 20.000 Schnellladepunkte) errichtet werden.

Gilt die Förderung nur für Privatpersonen oder auch für Unternehmen?

Antragsberechtigt für E-Auto-Prämien und Boni sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird und die sich verpflichten, das Fahrzeug sechs Monate zu halten.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bietet Unternehmen sogar einen zusätzlichen Anreiz. Sie bekommen zur bundesweiten Umweltprämie nochmals 4.000 Euro dazu. Wer ein Nutzfahrzeug von 2,3 bis 7,5 Tonnen mit Elektromotor kauft, darf sich sogar über 8.000 Euro obendrauf freuen.

Woher stammt das Geld?

Die 2,09 Milliarden Euro kommen aus dem Energie- und Klimafonds sowie aus dem Corona-Konjunkturprogramm des Bundes. Damit werden nicht nur die Kaufprämien, sondern auch der Ausbau der Ladestationen finanziert. Laut „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2030 insgesamt eine Million öffentliche Ladepunkte errichtet werden.

Die Bundesregierung hat das dafür nötige Geld bis Ende 2023 im Rahmen ihrer Haushalts- und Finanzplanung zugesagt. Die bis 2025 benötigten Mittel sollen sie in den Folgejahren noch beantragt und dann bereitgestellt werden.

Wie finanziere ich die restliche Summe des E-Autos?

Ob reines E-Auto oder Hybrid – wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Wunschauto zu finanzieren. Die Laufzeit und Raten passen wir Ihrer aktuellen Finanzplanung an.

Mehr Informationen zum Autokredit finden Sie hier. Oder sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern.

(Stand 15.11.2021)

Quelle: DSGV


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.