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Diebstahl und Verlust von Geld und Co. im Urlaub

Diebstahl und Verlust von Geld und Co. im Urlaub

Der Notfallplan für den Ernstfall – Vorsorge, Checklisten, Ansprechpartner

Sie sind im wohlverdienten Urlaub und genießen die schönste Zeit des Jahres. Plötzlich ist alles weg: Geld, Papiere, Bank- und Kreditkarten – ein wahrgewordener Albtraum. Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Verlustfall schnell und clever handeln, um größeren Schaden zu vermeiden.

Bargeld weg – was nun?

Bei Verlust oder Diebstahl von Bargeld gilt in vielen Fällen: Was weg ist, ist weg. Wenn Sie es verhindern können, vermeiden Sie, große Summen Bargeld sichtbar bei sich zu haben, denn das zieht Diebe an. Sind Sie auf Bargeld angewiesen, tragen Sie nie den kompletten Vorrat am Körper. Teilen Sie das Geld auf und deponieren Sie, wenn möglich, einen Teil im Hotelsafe oder an einem anderen sicheren Ort.

Verlust von Bank- und Kreditkarten: So schnell wie möglich sperren lassen

Ihnen wurde die Bank- oder Kreditkarte im Urlaub gestohlen und Sie haben keine Ersatzkarten dabei? Dann sollten Sie die Karten schnellstens sperren lassen und umgehend Ihre heimische Sparkasse oder Bank über den Diebstahl oder Verlust informieren. Denn Unbefugte könnten mit Ihren Karten auch ohne Kenntnis Ihrer PIN online oder per gefälschter Unterschrift einkaufen.

Wenn Sie Ihre Karten zügig sperren lassen, haften Sie für Schäden, die bis zum Zeitpunkt der Sperranzeige verursacht werden, mit maximal 50 Euro sowohl bei der Kreditkarte und als auch bei der Bankkarte. Fragen Sie Ihre Sparkasse nach den Konditionen.

Das Vorgehen beim Sperren ist im Ausland dasselbe wie hierzulande.

Tipp: Eine Kartensperrung ist weder per E-Mail noch online möglich, sondern ausschließlich per Telefonanruf bei dafür vorgesehenen Sperrrufnummern.

Am schnellsten geht die Sperrung mit der zentralen Sperrrufnummer 116 116 (in Deutschland kostenfrei, aus dem Ausland gebührenpflichtig). Sie steht Ihnen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Rufen Sie aus dem Ausland an, wählen Sie zusätzlich die Ländervorwahl für Deutschland: 0049 oder +49.
Alternativ gibt es eine Auslandshotline: 0049 30 4050 4050. Hier kann die Vorwahl von einigen Ländern aus abweichen. Informationen finden Sie hier.

Zentrale Sperrrufnummer: 0049 – 116 116

Alle Sparkassen und Banken haben zudem eigene Notrufnummern, die Sie rund um die Uhr erreichen können. Notieren Sie sich diese am besten schon vor der Reise oder machen Sie ein Foto mit Ihrem Handy. So können Sie den Verlust direkt bei Ihrem Finanzinstitut melden und die Karte sperren lassen. Haben Sie Zugang zum Internet, finden Sie die Nummern auch auf den Webseiten Ihrer Bank.

Zusatzsperrung Girocard: Auch nach der telefonischen Kartensperrung Ihrer Girocard ist Betrug noch möglich – und zwar per SEPA-Lastschriftverfahren. Bei Urlaub in Deutschland können Sie das mithilfe der KUNO-Sperrung der Polizei verhindern. Die KUNO-Kartensperre ist aus sicherheitstechnischen Gründen ausschließlich bei der Polizei direkt möglich. Online oder telefonisch steht dieser Service nicht zur Verfügung.

Extra-Tipp: Über die Sperrhotline 116 116 können unter anderem neben Kredit- und Girokarten auch SIM-Karten fürs Handy, Online-Banking-Zugänge, E-Mail-Accounts und die Online-Ausweisfunktion gesperrt werden. Weitere sperrbare Medien finden Sie hier.

Schnellcheck Sperren:

  • Sperren der Karten über Notrufnummern: 0049/ 116 116; 0049 30 4050 4050. Oder direkt beim heimischen Kreditinstitut
  • in Deutschland: zusätzliche KUNO-Sperrung für Girocard
  • Bank oder Sparkasse informieren
  • Zeitpunkt des Verlustes sowie den der Anzeige notieren
  • Bei Diebstahl: Anzeige erstatten
  • Versicherung informieren (siehe unten)

Diese Infos brauchen Sie zum Sperren:

  • Bankkundenkarte: die IBAN-Nummer, alternativ: Kontonummer und Bankleitzahl
  • Kreditkarte: Kartennummer
  • KUNO-Sperrung: Kontonummer, Bankleitzahl und gegebenenfalls die Kartenfolgenummer
  • Online-Banking-Accounts: Kontonummer oder Zugangsdaten
  • Online-Ausweisfunktion: Sperrkennwort (wird im PIN-Brief mitgeteilt)

So kommen Sie schnell wieder an Geld

Geld und Karten weg? Es gibt mehrere Möglichkeiten, um nach dem Verlust schnell wieder an Geld zu kommen. Die Auslandsvertretungen helfen übrigens nur im äußersten Notfall mit Bargeld aus.

Bis auf die Basis-Kreditkarten von Visa Card und Mastercard® haben Sparkassen-Kreditkarten (Standard, Gold, Platinum) einen Bargeld-Notfallservice für das Ausland.  Sie erhalten Bargeld in der Landeswährung in der Regel innerhalb von 24 Stunden an der nächstgelegenen Auszahlungsstelle. So sind Sie schnell wieder solvent für alles, was Sie brauchen

Je nach Kreditkartenkonditionen besteht auch die Möglichkeit, sich eine Notfallkarte zusenden zu lassen. Das ist vor allem bei längeren Aufenthalten sinnvoll. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Sparkasse oder Bank nach den Gebühren für diesen Service.

Sie können sich zudem im Notfall über Geldtransferdienstleister gegen Gebühren zeitnah Beträge von Verwandten oder Freunden transferieren und vor Ort in Bargeld auszahlen lassen.

Wichtig: Zum Abholen des Geldes benötigen Sie ein Ausweisdokument. Ist dieses ebenfalls weg, müssen Sie sich zuerst Ersatzdokumente bei der Auslandsvertretung besorgen.

Verlust von Ausweis, Pass und Führerschein

Wenn Ihnen im Ausland Pässe und Ausweise abhandenkommen, müssen Sie zuerst eine Verlustanzeige bei der örtlichen Polizei aufgeben. Die Verlustbescheinigung benötigen Sie als Nachweis für den Dokumentenverlust – und um Bußgelder zu vermeiden.

Reisen Sie mit dem Auto oder Zug innerhalb der EU, reicht die Diebstahl- oder Verlustanzeige der örtlichen Polizei für die Ausreise. Bei Flugreisen innerhalb der EU sollten Sie auf Nummer sicher gehen. Viele Fluggesellschaften verlangen auch innerhalb der EU ein gültiges Ersatzdokument. Bei Ausreisen aus Nicht-EU-Ländern brauchen Sie Ersatzpapiere.

Diese werden Ihnen bei der deutschen Botschaft oder dem deutschen Konsulat ausgestellt. Die Adressen der Botschaften und Konsulate finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Für die Ausreise aus einigen Staaten brauchen Sie zusätzlich den Einreisestempel als Nachweis der legalen Rückkehr. In diesem Fall müssen Sie sich ein Ausreisevisum des jeweiligen Staates beschaffen, was die Weiterreise zusätzlich verzögern kann.

Den Verlust von Personalausweis oder Reisepass sollten Sie zudem zügig bei Ihrem zuständigen Bürgeramt daheim melden.

Den Verlust des Führerscheins ersetzen Botschaft und Konsulat nicht. Einen neuen können Sie sich erst nach der Rückkehr in Deutschland ausstellen lassen.

Haben Sie die Online-Ausweisfunktion aktiviert, müssen Sie auch diese sperren lassen. Das können Sie ebenfalls über die bereits erwähnten Nummern 116 116 oder 0049 30 4050 4050 tun.

Zurück von der Reise müssen Sie zudem Anzeige bei der Polizei in Deutschland stellen. Das ist auch zu Ihrem eigenen Schutz, sollte sich jemand Ihrer Identität angenommen haben. Beantragen Sie außerdem zeitnah neue Ausweisdokumente bei Ihrem Bürgeramt.

Schnellcheck Papiere:

  • Verlustanzeige stellen, Verlustnachweis mitnehmen
  • deutsche Botschaft oder Konsulat aufsuchen, Ersatzdokumente beantragen
  • gegebenenfalls Online-Ausweisfunktion sperren
  • Verlust dem zuständigen Bürgeramt in Deutschland mitteilen
  • Nach Rückkehr: Anzeige bei der Polizei und neue Ausweisdokumente beantragen

Quelle: Sparkasse

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