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Kreissparkasse Augsburg und Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim wollen fusionieren

Kreissparkasse Augsburg und Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim wollen fusionieren

Im Bild von links: Thomas Munding, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, Alex Eder, Landrat des Landkreises Unterallgäu, Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg und Horst Schönfeld, künftiger Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Augsburg. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu

 

Stark für die Region.
Die neue Sparkasse Schwaben-Bodensee.

Kreissparkasse Augsburg und Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim planen, zum 1. Januar 2022 zu fusionieren. Gemessen an der Bilanzsumme entsteht die fünftgrößte Sparkasse in Bayern.

Die Träger der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und der Kreissparkasse Augsburg planen die Fusion beider Sparkassen. Nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen wurden ein möglicher Fusionsvertrag und der Beschlussvorschlag zum Zusammenschluss der beiden Institute in den gestrigen Sitzungen von Verwaltungsrat und Verbandsversammlung vorgestellt.

Der Zusammenschluss bedarf nun der Zustimmung der Sparkassen-Gremien sowie der zuständigen Kreistage und Stadträte. Die Verwaltungsräte und Verbandsversammlungen werden darüber in den nächsten Wochen entscheiden. Anschließend wird in den jeweiligen kommunalen Gremien abgestimmt.

Nach positivem Votum aller Gremien und kommunalen Vertretungen werden beide Häuser bis Ende des Jahres zusammengeführt. Das Datum der endgültigen Fusion würde dann der 1. Januar 2022 sein. Die technische Fusion würde im Verlauf des Jahres 2022 vollzogen werden. Die neue gemeinsame Sparkasse soll unter dem Namen Sparkasse Schwaben-Bodensee firmieren.

Die Vorteile des Zusammenschlusses
„Die gesamte Region, unsere Kundinnen und Kunden, die Unternehmen, die Gemeinden und Städte, ebenso wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden von diesem partnerschaftlichen Zusammenschluss profitieren. Wir könnten damit unsere ohnehin schon eng verbundenen, starken, aber immer noch ländlichen Geschäftsgebiete stärken und größere und nachhaltigere Wachstumschancen in der Mitte Schwabens sichern. Die Gremien werden nun eine Entscheidung aus der Verantwortung für die Region und deren Menschen treffen müssen. Die neue Sparkasse wird auch nach der Fusion unsere gemeinsame Bank sein, die den Bedürfnissen unserer Bürger und unserer Wirtschaft verpflichtet bleibt“, fasst der Augsburger Landrat Martin Sailer die Beweggründe zusammen.

„Wir haben höchsten Respekt vor der vor uns liegenden Aufgabe, wissen diese aber beim Management der beiden Sparkassen in guten Händen. Wir hoffen nun auf ein positives Votum der politischen Entscheidungsträger. Das Argument, dass wir so nicht nur die strategische und betriebswirtschaftliche Zukunft beider Häuser in einem für die Finanzwirtschaft höchst herausfordernden Umfeld sichern, sondern die Region noch enger miteinander verflechten und stärken, sollte in jedem Fall überzeugen“, ergänzt der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, Landrat Alex Eder.

Mit dem Zusammenschluss der beiden Sparkassen entsteht, gemessen an der Bilanzsumme, die Nummer 5 der Sparkassen in Bayern. Die neue Sparkasse Schwaben-Bodensee wird aber nicht nur die fünftgrößte Sparkasse Bayerns, sie wird aufgrund ihrer Eigenkapitalausstattung, dem ausgewogenen Risikoprofil und der Marktstärke auch zu den starken Sparkassen in Deutschland zählen. „Wir eröffnen damit den Unternehmen in der Region unter anderem Optionen und Handlungsspielräume bei komplexeren Unternehmensfinanzierungen und der individuellen Vermögensverwaltung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, Thomas Munding, die Konsequenz.

Stärkung vor Ort
Zentraler Dienstsitz des Vorstands der neuen Sparkasse soll die Hauptgeschäftsstelle in Memmingen sein. Eine weitere Hauptgeschäftsstelle mit Vorstandspräsenz würde zudem in Augsburg bestehen.

Als Vorstandsvorsitzender der neuen Sparkasse ist der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, Herr Thomas Munding, vorgesehen. Den stellvertretenden Vorstandsvorsitz würde der dann amtierende Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Augsburg, Herr Horst Schönfeld, übernehmen. Nach Ausscheiden von Herrn Schönfeld wird Herr Dr. Wolfgang Zettl den stellvertretenden Vorstandsvorsitz übernehmen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb würden wie bisher in ihren Geschäftsstellen und Marktbereichen eingesetzt. Im Falle der Fusion wird es zu keinen fusionsbedingten Kündigungen kommen.

Der Anteil der Mitarbeiter in den Stabs- und Marktfolgebereichen, die neue Dienstorte erhalten, bliebe dann im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft gering. Neue Arbeitsplatzkonzepte, wie beispielsweise das hybride Arbeiten, erleichtern hier die Transformation zu einem Unternehmen.
„Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Fusion überzeugen. Denn wir können mit ihr noch attraktivere, innovativere und sicherere Arbeitsplätze vor Ort bieten. Die neue Sparkasse wird die Attraktivität für gut ausgebildete Kolleginnen und Kollegen in der Region deutlich erhöhen“, ist sich der künftige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Augsburg, Horst Schönfeld, sicher.

Perfektes Kompetenzprofil
„Beide Sparkassen ergänzen sich perfekt: wir machen dies an der jeweiligen Stärke im Kundengeschäft und unseren niedrigen Kostenquoten fest. Der Zusammenschluss ermöglicht uns weitere Effizienzen zu heben, die wir für die Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen benötigen“, betont Thomas Munding.

„Die Branchenschwerpunkte der Geschäftsgebiete der beiden Sparkassen in der Mitte Schwabens ergänzen sich durch unterschiedliche Stärken, so dass eine neue Sparkasse entsteht, die insbesondere die Unternehmen in der Region gerade in den schwierigen Corona-Zeiten bestmöglich begleiten kann. Die Vorteile für unsere Kundinnen und Kunden werden deutlich größer sein als bisher. So erhalten unsere Kunden ein weiteres Argument sich auch zukünftig weiterhin für uns zu entscheiden“, ergänzt Horst Schönfeld.

„Stark für die Region“ ist deshalb auch das Motto des gewünschten Zusammenschlusses, der eine innovative und leistungsstarke Sparkasse für die Zukunft in Schwaben und in der bayerischen Bodenseeregion zum Ziel hat. In der abschließenden Bewertung des Gutachtens durch den Sparkassenverband Baden-Württemberg ist der Zusammenschluss deshalb auch uneingeschränkt als „betriebswirtschaftlich und strukturell sinnvoll und im Interesse aller Beteiligten“ bezeichnet worden. Dazu Thomas Munding: „Die Sparkasse Schwaben-Bodensee wird zur starken Sparkasse der Region und zum finanzwirtschaftlichen Rückgrat des Regierungsbezirks.“

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