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Das empfehlen Experten im neuen Jahr

Das empfehlen Experten im neuen Jahr

3 Fragen zu Geld an Dr. Ulrich Kater Chefsvolkswirt der Deka:



Die deutsche Industrie steht unter Druck. Handelskonflikte sorgen für Unsicherheit. Die weltweite Stimmung trübt sich ein. Herr Dr. Kater: Wie stabil ist die deutsche Wirtschaft im neuen Jahr?

Dr. Kater:

Die weltweite Nachfrage nach Industriegütern erholt sich langsam von ihrem Durchhänger. Doch die deutsche Industrie ist noch längst nicht über den Berg.

Die jüngsten Konjunkturindikatoren enttäuschten, mit Ausnahme der Außenhandelsdaten, zum Teil massiv: Die Produktionszahlen sanken, ebenso die Industrieumsätze, die Industrieaufträge und die Einzelhandelsumsätze. Auch die Inlandsnachfrage bleibt in ungewöhnlich schwacher Verfassung.

Eine besondere Belastung war und ist weiterhin die Automobilindustrie. Zurzeit sieht es so aus, als würde das BIP in Deutschland im vierten Quartal wieder sinken. Die Industrie leidet zunehmend unter hausgemachten Problemen und weniger unter der globalen Nachfrage.

Die US-Bürger wählen 2020 einen neuen Präsidenten. Der Handelsstreit zwischen China und den USA droht immer wieder zu eskalieren. Womit müssen wir 2020 rechnen?

Dr. Kater:

Selten war die Wahl stärker von den Unterschieden in wirtschaftspolitischen Grundsatzpositionen bestimmt. Einige demokratische Präsidentschaftsanwärter vertreten auf den Gebieten Steuern, Gesundheit, Regulierung von Internetfirmen oder Wechselkurssteuerung deutlich abweichende Vorstellungen zum Status Quo.

Ein Radikalumbau der US-Wirtschaft dürfte aber selbst mit einem Sieg der derzeit in Parteiumfragen führenden Demokraten nicht zu erwarten sein. Dennoch könnten kontroverse Wahlkampf-Diskussionen um Steuern oder die Regulierung von Internet-Konzernen an der Wall Street auf die Stimmung drücken.

Vergleichen wir Rezessionsjahre und die Amtsjahre von Präsidenten, fällt auf, dass in keinem anderen Amtsjahr eine Rezession so selten ist wie im vierten: Kein Wunder, denn die Wahrscheinlichkeit als Präsident wiedergewählt zu werden, strebt gegen Null, wenn im Wahljahr eine Rezession herrscht.

 

Die Zinsen sind so niedrig wie nie. Experten sagen, dass auch am Aktienmarkt die Renditen niedriger ausfallen werden als in den vergangenen Jahrzehnten. Wie soll ich jetzt überhaupt noch vorsorgen?

Dr. Kater:

Es ist richtig, dass das Anlageumfeld herausfordernder wird. Sichere Anlagen werden weiterhin reale Verluste produzieren, teilweise sogar nominale Verluste. Anders als in den vergangenen Jahren werden diese Verluste nicht mehr durch steigende Werte für Bestandspapiere übertüncht werden.

Die Kunst der Vermögensanlage wird nicht länger die Vermehrung von Geldvermögen, sondern die Vermeidung von Werterosion durch Inflation und negative Zinsen sein.

Anlagen mit höheren Schwankungsrisiken – Aktien, Unternehmensanleihen, Investmentfonds – bleiben weiterhin Anlageklassen mit positiven Erträgen. Sie sind damit als Bestandteil der Vermögensbildung privater Haushalte unverzichtbar.

Quelle: Deka

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